Die Chelat-Therapie

Das Wort „Chelat“ bedeutet im Griechischen „Krebsschere“ oder „Krebszange“ und erklärt das Prinzip der chemischen Wirkung eines Metalle bindenden Komplexes namens „Chelator“. Chelatoren binden Metall-Ionen und werden dann vom Organismus auf natürliche Art ausgeleitet. Die Chelat-Therapie ist ein Entgiftungsverfahren, das in der Schulmedizin als Maßnahme bei Bleivergiftungen anerkannt ist. Doch auch bei zahllosen anderen Erkrankungen spielen Entgiftung und die Säuberung von Metallen im Körper eine zentrale Rolle.

Bei der naturwissenschaftlich gut begründeten EDTA-Chelat-Therapie (EDTA steht für den Komplexbildner Etylendiamintetraessigsäure bzw. Etylendiamintetraacetat) handelt es sich um eine Infusionsbehandlung, die seit ca. 40 Jahren in den USA und seit ca. drei Jahrzehnten in Deutschland eingesetzt wird. Man macht sich hierbei die Eigenschaft zunutze, dass durch die Chelat-Bildung Schwermetalle in eine ausscheidungsfähige Form gebracht werden und so nicht mehr länger im Bindegewebe des Körpers verweilen.

Denn die dauerhafte Belastung durch Schwermetalle begünstigt zahlreiche Erkrankungen und schwächt den bereits erkrankten Organismus (z. B. bei Krebs) in seiner Selbstheilungsfähigkeit enorm. Bei der Chelat-Therapie verbindet sich das EDTA mit Metall-Ionen, die an Kalzium, Fette, Fibrine (hochmolekulare, nicht wasserlösliche Proteine) Fremdeiweiße und andere Bestandteile der Plaques gebunden sind. Diese Verbindungen werden über den Blutstrom zu den Nieren befördert, wo sie dann ausgeschieden werden.

Durch die Ausleitung anorganischer und toxischer Substanzen und Metall-Ionen schützt die EDTA-Chelat-Therapie den Körper weitgehend vor freien Radikalen und verringert somit die Zellmembranschädigung. Darüber hinaus bewirkt der Abbau von pathologischen Kalziumablagerungen in Gewebe, Muskeln und Sehnen die verbesserte Beweglichkeit des Menschen und lindert Schmerzen.

Die EDTA-Chelat-Therapie ist ein sehr effektives Heilverfahren und unterstützendes Therapeutikum bei einer Vielzahl von Indiktionen:

  • Alle arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen
  • Arthritis
  • Ausleitung von Giften nach Chemotherapie, Drogenkonsum und Alkoholismus
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS)
  • Diabetes mellitus
  • Diabetische Retinopathie
  • Fibromyalgie
  • Makuladegeneration
  • Potenzstörungen
  • Retinitis Pigmentosa

Die vorbeugende Behandlung mit der Chelat-Therapie ist bei vielen Risikoerkrankungen wie auch bei vielen Altersbeschwerden angezeigt. Es gibt bestimmte Kontraindikationen, die zu berücksichtigen sind. Auch kommen je nach Diagnose andere Chelatbildner zur Anwendung.


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© 2015 - Dr. med. Hartmut Baltin - www.dr-baltin.de - Alle Rechte vorbehalten.


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